Kein anderes Getränk ist in orientalischen Ländern so verbreitet wie. Er gehört zum täglichen Leben und ist auch beim Teppicheinkauf allgegenwärtig. Deshalb haben wir einem der edelsten und kultiviertesten Getränke diese Seite gewidmet. Wir glauben, dass es eine gute Sache ist, über ein so großzügiges Geschenk der Natur zu informieren.
Die Sage weist zurück in das alte China, wo sich im Jahre 2737 v. Christi Geburt ein für die Menschheit bedeutungsvoller Augenblick
zugetragen haben soll, die "Entdeckung" des Tees. Es wird erzählt von einem chinesischen Kaiser namens Shen Nung, der müde von der
Jagd auf das köstliche Aroma aufmerksam wurde, das einem Kessel kochenden Wassers entwich. Es waren zufällig ein paar Blätter eines
nahestehenden wilden Teestrauches hineingefallen, die das Wasser goldgelb gefärbt hatten. Der Kaiser, neugierig geworden, kostete von der Mixtur und
fühlte sich seltsam erfrischt und angeregt. Er verkündete seine Entdeckung, fand sehr bald Nachahmer und wurde somit zum Begründer
des "Teezeitalters" . Selbstverständlich, dass sich um dieses Ereignis eine Vielzahl von Legenden und Sagen ranken und sich die Weisen in aller
Welt philosophisch mit dem Tee und seiner Wirkung auf den menschlichen Geist und Körper auseinandergesetzt haben. .
Einmal entdeckt und in seiner Wirkungsweise erkannt, war es nur eine Frage der Zeit, bis der Tee nach Aufkommen der Seefahrt und der Handelsbeziehungen mit dem fernen Osten auch andere Völker und Kulturen in seinen Bann zog. Im Jahre 1610 nach Christi Geburt kam zum ersten Mal chinesischer Tee auf holländischen Schiffen nach Europa, bürgerte sich in Holland schnell ein, wurde im Jahre 1660 nach England gebracht und setzte dort seinen Siegeszug fort. Als britisches Nationalgetränk wird seit dem 18. Jahrhundert bis heute die "Tea-Time" regelrecht zelebriert - und das mehrmals am Tage. Anfang des 19. Jahrhunderts endlich eroberte der Tee mehr oder weniger die ganze Welt. Man stärkt sich für den beruflichen Alltag, erholt und erfrischt sich in den Pausen und schaltet abends ab, meditiert und genießt mit dem guten Gefühl, sich und seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.
Fragt man nach dem Geheimnis, das dem Tee die Fähigkeit verleiht, einen so positiven Einfluss auf Gesundheit und Geist auszuüben, so liefern neuzeitliche Methoden die Erkenntnis: Im Tee befinden sich Vitamin C und B1, welche die Muskeln und Nerven stärken, ferner das Element Fluor, das bekanntlich dem Zahnverfall vorbeugt, außerdem Chlorophyll, das die Bildung roter Blutkörperchen günstig beeinflusst, welche wiederum für die Sauerstoffversorgung des Körpers verantwortlich sind.
Das Alkaloid Teein im Tee entspricht dem Koffein im Kaffee, wirkt aber nicht wie dieses über Herz und Kreislauf, sondern über Gehirn und Zentralnervensystem. Es putscht nicht auf, sondern seine anregende Wirkung setzt langsamer ein und hält auch länger an. Die ätherischen Öle verleihen dem Tee seinen speziellen Geruch und sein spezifisches Aroma. Tannin, das erst nach längerer Ziehzeit gelöst wird, wirkt dagegen beruhigend, fast wie ein (gesundes!) Schlafmittel. Da der Tee keine schädlichen Stoffe und keine Kalorien enthält, kann er von jedermann genossen werden und findet auch heute noch in der Medizin häufig Anwendung. Insbesondere aber aufgrund seiner reaktions- und konzentrationssteigernden Wirkung spricht man vom Tee als dem Getränk für den "geistig arbeitenden Menschen".
Ausgangspunkt ist immer der "Schwarze Tee", je nach Anbaugebiet. Wichtige Klassifizierungen erhalten die Tees nach dem geernteten
Blatt (je jünger und zarter um so besser das Aroma und um so heller die Farbe) und danach, ob es sich um kleinblättrige (broken) oder
ganzblättrige Tees handelt. Broken Tees sind ergiebiger und stellen mit 97 - 98% den Hauptanteil der Produktion dar. Von der gröbsten bis zur
feinsten Sortierung wird wie folgt abgestuft:
Von Bedeutung sind auch die stark teeinhaltigen "Grünen Tees", die durch spezielle Methoden unfermentiert (grün) bleiben. Je nach Pulverisierungsgrad wird nach gröbstem, dem Gunpowder, über Fannings bis hin zum Dust, dem feinsten, klassifiziert.
Um die "guten Geister" im Tee zu wecken, haben sich im Laufe der Jahrhunderte viele Sitten und Gebräuche in verschiedenen Ländern und Kulturen etabliert. Hier möchten wir auf die Zubereitung des Tees mittels eines Samowars eingehen, den wir aus den verschiedensten Gründen für geeignet halten, und den wir Ihnen deshalb empfehlen möchten. Einen Samowar können Sie übrigens auch bei uns bestellen.
Den Samowar hat Väterchen Russland hervorgebracht. Wo er heute in unzähligen Wohnstuben, so wohl in den Städten als auch in den verlorenen Dörfern der sibirischen Taiga, vor sich hinblubbert, Behaglichkeit verbreitet und zu einem unentbehrlichen Gesellen geworden ist. Aber auch in orientalischen Ländern ist der Samowar beheimatet. Moderner und einfacher zu handhaben bei gleichem Funktionsprinzip sind die elektrischen Samoware mit ausgereifter Technik und damit nicht nur zur Dekoration, sondern für den dauernden Einsatz prädestiniert.
Was aber ist der Grund, warum so viele Menschen auf diese Art der Teezubereitung schwören? Tatsächlich gehören einige Kenntnisse dazu, um einen vollendeten Tee zuzubereiten und in den vollen Genuss dieses Getränks zu gelangen. Lesen Sie weiter, wie es geht!
Diese sind:

Ist eine gute Teesorte gegeben, so wird oft der Fehler gemacht, dass statt frischem Leitungswasser bereits abgestandenes Wasser aus einem Boiler entnommen wird, das auch nicht die erforderliche Anfangstemperatur von 100 Grad Celsius aufweist. Anschließend wird dieses Wasser in eine Teekanne gegeben, wo es abermals in den wichtigen Ziehminuten sehr schnell abkühlt. Damit sind zwei wichtige Voraussetzungen nicht erfüllt! Kein Wunder, dass ein unaromatischer, fader Tee ohne die entsprechende Wirkung das Ergebnis ist. Zu schade für die Teesorte und die verdorbene Stimmung der Gäste.
Im Samowar wird frisches Wasser zum Kochen gebracht. Danach geben Sie den gewünschten Tee in die kleine Kanne und füllen diese mit kochendem Wasser auf. Der Wasserspiegel soll mindestens zwei Finger hoch über dem Tee stehen. Nun stellen Sie die Kanne wieder auf den Samowar, damit sie heiß bleibt. Nach ca. 5 Minuten können Sie den Extrakt aus der kleinen Kanne verwenden. Dazu gießen Sie, je nach Geschmack, eine kleine Menge in ein Glas und füllen mit heißem Wasser auf. So haben Sie über viele Stunden frischen Tee. Der Tee kann natürlich auch "gewürzt" werden, z.B. mit Kardamon.
Bildquelle: Das Deutsche Teebüro, Hamburg
Direktkontakt: info@WindolfTeppiche.de